Technische Daten
- Fahrgestell und Aufbau: EvoBus, Mercedes-Benz
- Motortyp: MB OM 447h,Euro-2, geräuschgekapselt, mit Rußfilter
- Leistung: 214 PS (157 kW)
- Höchstgeschwindigkeit: 90 km/h
- Getriebe: ZF Fünfgang-Automatikgetriebe
- Sitz- / Stehplätze: 40 / 59
- Stehplatzfläche: 7,38 m²
- Stehplatzfläche je Person: 0,1 m²
- Sonderausstattung: Absenkeinrichtung (Kneeling), Klapprampe
- Fahrzeuglänge: 11,91 m
- Eigengewicht: 10.700 kg
Historie & Besonderheiten
Mit der Beschaffung der 17er-Serie hielt bei der HHA ein vollständig neues Innenraumdesign Einzug:
- Graue Seitenwandverkleidungen
- Rote Haltestangen
- Gemustertes Sitzpolster mit “HHA”-Schriftzug auf grauen Sitzschalen
Diese Gestaltung war bereits 1994 bei den Schnellbussen getestet worden und blieb bis 2010 Standard bei der HOCHBAHN.
Ausstattung & Gestaltung:
- Halogen-Deckenstrahler wie bei den 16ern
- Neuer VDV-Fahrerarbeitsplatz – erstmals im HHA-Bestand
- Einführung eines roten LED-Infobalkens an der Mitteldecke (Liniennummer, Ziel und nächste Haltestelle) anstelle des kleinen “Wagen hält”.
- Bedienung zunächst manuell über den EFAD-Fahrscheindrucker, später GPS-gesteuert.
Heizung:
- Wieder drei klassische Untersitz-Heizgebläse statt Konvektor-Heizkanälen (wie bei den 16ern)
Äußere Merkmale:
- Ursprünglich kein roter Dachstreifen – bei vielen mit der Werbung später nachgerüstet
- Zwischen den Türen durch niedrigere Fenster verkleinerte Werbefläche
- Schwarze Zierleiste entfiel – stattdessen schwarze Klebestreifenoptik unterhalb der Werbung
Beheimatung
Jeder Betriebshof erhielt im April 1997 sieben Fahrzeuge:
- 1701-1707: Wandsbek
- 1708–1714: Harburg
- 1715–1721: Langenfelde
- 1722–1728: Mesterkamp
- 1729–1735: Hummelsbüttel
Nicht beliebte Baureihe:
Die Baureihe galt als bei Fahrern und Werkstätten wenig beliebt–wegen beengter Fahrerkabine und störanfälliger Leistungselektronik.
Sonderprojekte & Umbauten:
“Nightcruiser”-Umbauten (ab 1999):
Fünf Busse (1707, 1715, 1734, 1735 + Reserve: 1719) wurden für eine nächtliche Ringlinie in der Innenstadt zu sogenannten „Nightcruisern“ umgebaut:
- Schwarze “POP”-Lackierung
- Lichtanlage mit farbigen LED-Spots in der Lochdecke
- Lautsprecheranlage in Dachschrägen & herausnehmbare Bar im Heck
- Eine Sitzbank dauerhaft rückwärts montiert
- Herausnehmbares Musik-Steuergerät
Eingesetzt bis Ende 2004, danach neutralisiert. Feste Umbauten blieben bis zur Ausmusterung erhalten. Vier Fahrzeuge gingen später nach Perm (Russland), der Reservewagen 1719 wurde 2014 zum Werbemobil umgebaut.
Werbung:
Fünf Busse dieser Serie trugen nie Außenwerbung (ausgenommen Trafficboards):
- 1705, 1712, 1713, 1714, 1733
Kennzeichensystem & Fahrzeugplanung
Für 1997 waren ursprünglich 70 Fahrzeuge der Baureihe O 405 N2 vorgesehen – mit den Kennzeichen HH-GC 401–470. Die HHA wandelte jedoch die Hälfte der Bestellung in das neue Modell Mercedes-Benz O 530 “Citaro” um. Diese Fahrzeuge wurden ab Ende 1997 als Serie 1801–1835 ausgeliefert, erhielten aber die Kennzeichen HH-FC 1801-1835.
Museumsbus 1709
Wagen 1709 gehört zu den allerletzten MB O 405 N2, die am 27.04.2011 bei der HOCHBAHN ausgemustert wurden. Nach dem Verkauf an den Privatunternehmer Rolf Utzt kam der Bus nur gut ein Jahr lang im Schülerverkehr zum Einsatz – dadurch blieb er in einem ausgezeichneten, vollständig originalen Zustand erhalten.
Fazit:
Mit Wagen 1709 besitzt der HOV ein repräsentatives Fahrzeug der späten O 405 N2-Generation, das nicht nur das neue Corporate Design, sondern auch den technischen Übergang zum Citaro eindrucksvoll dokumentiert.