Technische Daten
- Fahrgestell: Daimler-Benz
- Aufbau: Fahrzeugwerkstätten Falkenried GmbH (FFG)
- Motortyp: OM 427h III, geräuschgekapselt
- Leistung: 200 PS
- Höchstgeschwindigkeit: 80 km/h
- Getriebe: Dreigang-Automatikgetriebe
- Sitz- / Stehplätze: 45 / 58
- Stehplatzfläche: 7,25 m²
- Stehplatzfläche je Person: 0,125 m²
- Fahrzeuglänge: 11,36 m
- Eigengewicht: 9.295 kg
Historie & Besonderheiten:
Die Fahrzeugwerkstätten Falkenried GmbH (FFG), eine Tochter der HHA, entwickelten 1976 mit Unterstützung des Bundesministeriums für Forschung und Technologie (BMFT) den Nachfolger des VÖV I-Standardlinienbusses von 1967: den VÖV II. Der unter der HHA-Nummer 1980 eingesetzte Bus verfügte über einen niedrigen Wagenboden, der durch kleinere Räder ermöglicht wurde, und modernere Fahrgastinformationssysteme. Optisch war der Bus besonders durch seine kantige Form und die geklebte Karosserie geprägt. Die Erprobung des VÖV II erfolgte 1976–1978 in 40 Städten erfolgreich, woraufhin Daimler-Benz und MAN den Auftrag zum Bau einer Nullserie von jeweils zehn Bussen erhielten. FFG baute den Daimler-Benz S 80 in Hamburg. Die Wagen 1983–1992 wurden in das HHA-Nummernsystem eingereiht. Bei der HHA kamen von diesen Wagen nur 1983 und 1985 bis 1989 zum Einsatz, Wagen 1984 und 1992 gingen nach Kassel (dort 099 und 098) und 1990-1991 nach Stuttgart (dort 6000 und 6001). Alle S 80 waren auf dem Betriebshof Mesterkamp stationiert, wo stets Versuchswagen getestet wurden. Der Bus wurde 1979 zusammen mit weiteren Prototypen auf der Internationalen Verkehrs-Ausstellung in Hamburg vorgestellt und war später hauptsächlich auf den Linien 106, 108, 109 und später als Visitenkarte auf dem Airport-City-Express (Linie 110) eingesetzt. Verschiedene technische Neuerungen wurden an Wagen 1983 und anderen S 80 erprobt, darunter Absenkvorrichtungen, elektronische Fahrgastinformationssysteme, automatische Betankung und beleuchtbare Außenwerbung. 1983 erhielt Wagen 1983 eine HHA-Standardlackierung in hellrosa-weiß – feuerrot – hellrosa-weiß mit blauer Hamburg-Werbung. Die Ausmusterung begann 1985 und endete 1986 mit Wagen 1989.
Unser Museumsbus
Wagen 1983 wurde vom HOV übernommen, um einen wichtigen Prototyp der Hamburger Busentwicklung zu erhalten. Ersatzteilbeschaffungen bleiben wegen spezieller Bauteile, insbesondere der kleinen Räder, eine Herausforderung. Der Bus wurde vor einigen Jahren wieder zugelassen und kann für besondere Veranstaltungen angemietet werden. Die BROSE-Fahrtzielanlage benötigt noch fachkundige Hände zur Wiederinbetriebnahme.