Technische Daten
- Fahrgestell und Aufbau: Daimler-Benz
- Motortyp: OM 447h
- Leistung: 200 PS
- Höchstgeschwindigkeit: 76 km/h
- Getriebe: Viergang-Automatikgetriebe
- Sitz- / Stehplätze: 43 / 62
- Stehplatzfläche: 6,7 m²
- Stehplatzfläche je Person: 0,1 m²
- Fahrzeuglänge: 11,11 m
- Eigengewicht: 8.800 kg
Historie & Besonderheiten
Der Wagen 2228 stammt aus der 12. Serie von 1981, die 95 Fahrzeuge umfasste und nahtlos an die baugleiche 11. Serie von 1980 anschloss. Seit 1979 waren die 43 bzw. 44 Sitzplätze in allen DB O 305 Stadtbussen der HHA mit grünem Wollplüsch bezogen – eine Entwicklung von den früheren beigefarbenen Kunstledersitzen (1.–4. Serie) über rote Kunstlederpolster (5.–7. Serie) bis hin zur „grünen Zeit“ der 8. und 9. Serie mit grünem Kunstleder. Seit der 11. Serie 1980 befand sich der Bedienhebel für die Federspeicherbremse erstmals links neben der Armaturentafel; die Haltestellenbremse wurde elektrisch mit einem Zughebel bedient. Die Busse dieser Zeit waren mit geräuschgekapseltem Motor und Automatikgetriebe ausgestattet. Ab 1980 wurden auch die Dreikammer-Heckleuchten eingeführt, ab 1981 waren die Klappengriffe nicht mehr verchromt, sondern – wie auch die Scheibenwischer – schwarz eloxiert und seitliche Reflektoren kamen hinzu. Handbediente Brose-Fahrtzielanlagen zeigten Fahrtziel und Liniennummer an; der ursprüngliche EGROLA-Zahltisch wurde später durch eine Krauth-Kasse ersetzt.
Unser Museumsbus
Wagen 2228 war zuerst auf dem Betriebshof Schützenhof in Altona stationiert, wechselte 1988 nach der politisch motivierten Schließung des Betriebshofs zum Btf. Mesterkamp, 1989 nach Wandsbek und 1991 nach Harburg, wo er 1992 ausgemustert wurde. Während seiner Einsatzzeit trug der Wagen verschiedene Werbungen, u.a. eine Pop-Werbung für das Reiseland Tunesien und eine weiße Vollwerbung für Fielmann.
Nach der Ausmusterung ging der Bus 1993 zur Firma Alois Richter in Recklinghausen, wurde dort 1994 stillgelegt und kam 1995 zu Sittrich-Reisen in Köthen, wo er bis 2004 abgestellt war. Mit fast 25 Jahren im Betrieb erreichte der Bus ein für Stadtbusse ungewöhnlich hohes Alter und war dabei noch in erstaunlich gutem Zustand. Der HOV konnte den Bus 2013 in seine Sammlung aufnehmen, wo er die „grüne Ära“ der HHA-O 305-Busse repräsentiert. Die 480 km lange Überführung nach Hamburg verlief problemlos; Motor, Getriebe, Lenkung, Achsen und Bremsen waren intakt. Der Bus benötigt noch eine Unterbodensanierung, bevor er wieder zugelassen wird.