Technische Daten
- Fahrgestell und Aufbau: Mercedes-Benz
- Motortyp: OM 447h, geräuschgekapselt
- Leistung: 204 PS
- Höchstgeschwindigkeit: 86 km/h
- Getriebe: Dreigang-Automatikgetriebe
- Sitz- / Stehplätze: 44 / 54
- Stehplatzfläche: 5,4 m²
- Stehplatzfläche je Person: 0,1 m²
- Fahrzeuglänge: 11,55 m
- Eigengewicht: 9.700 kg
Historie & Besonderheiten
Mit dem O 405 startete Daimler-Benz 1984 die Serienfertigung des neuen Standardlinienbusses der zweiten Generation (VÖV II). Die Hamburger Hochbahn (HHA) beschaffte ihre erste Serie (Wagen 2431–2450 und 2501–2505) Ende 1984, gefolgt 1985/86 von der 2. Serie (2506–2595), zu der auch Wagen 2575 gehört. Das Fahrzeug profitierte von einer Vielzahl technischer Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger O 305:
- moderne Federung
- niedrigere Ein- und Ausstiege durch 75%-Bereifung
- ergonomisch gestaltete Sitzschalen mit grün gemusterten Polstern
- erstmals bei der HHA eingesetzte automatische KRUEGER-Fahrtzielanzeigen
- wartungsfreundlichere Klappkonstruktionen
- eine zentrale Deckenbeleuchtung mit automatischer Dimmfunktion vorn
Unser Museumsbus
Wagen 2575 erhielt, wie alle Fahrzeuge der Serie, die Vollbestuhlung mit 44 Sitzplätzen und war auf dem Betriebshof Schützenhof beheimatet, bevor er im Zuge der Betriebshofschließung 1988 nach Mesterkamp wechselte. Dort wurde er mit einem RBL-Standortmelder über der Einstiegstür für den Einsatz auf den Linien 106 und 118 ausgerüstet. Als einer der letzten im Liniendienst verbliebenen Wagen seiner Serie wurde 2575 im Dezember 2002 nach fast 17 Jahren Einsatzzeit – und fast 1.000.000 km Laufleistung – ausgemustert. Damit hält er einen HHA-internen Rekord: Kein anderer Stadtbus der Hochbahn war je so lange im aktiven Einsatz. Zur musealen Erhaltung wurde der Wagen aufgrund seines verhältnismäßig guten Zustands ausgewählt. Rund 80 % der Sitzschalen mussten jedoch ersetzt werden –sie stammen aus den Wagen 2513, 2531 und 2622, ebenfalls Fahrzeuge mit geklebten Polstern. Ein kurioses Detail: Die letzten beiden Fahrzeuge der Serie – 2594 und 2595 – wurden in 2622 und 2623 umnummeriert, da die fehlenden Fahrschulwagen nicht rechtzeitig fertig wurden. Die ursprünglichen 2622 und 2623 wurden daraufhin verspätet im April 1986 als Fahrschulwagen 2594 und 2595 nachgeliefert.