Technische Daten
- Fahrgestell & Aufbau: Büssing
- Motortyp: U7
- Leistung: 150 PS
- Höchstgeschwindigkeit: 80 km/h
- Getriebe: Viergang-Schaltgetriebe
- Sitz- / Stehplätze: 41 / 68
- Stehplatzfläche: 6,83 m²
- Stehplatzfläche je Person: 0,1 m²
- Fahrzeuglänge: 11,32 m
- Eigengewicht: 8.010 kg
Historie & Besonderheiten
Wagen 6499 war ein Prototyp und zugleich der einzige Büssing-Bus vom Typ „Präfekt 13 D“ bei der HHA. Er wurde im Juni 1965 nach der Präsentation auf der Internationalen Verkehrsausstellung IVA in München in Betrieb genommen – gemeinsam mit dem ebenfalls auf der IVA ’65 vorgestellten Schnellbus-Probewagen Magirus-Deutz 150 S 10, Nr. 5499. Technisch unterschied sich der Bus deutlich von der Serienausführung Senator 12 D: Er war der einzige Hamburger Büssing mit einer kompletten Scheibenbremsanlage und der innovativen BROSE-Fahrtzielbandautomatik mit Linienverlaufsdarstellung. Zudem verfügte er – wie alle Büssing-Busse dieser Baureihe – über Servolenkung, eine Federspeicher-Feststellbremse sowie einen besonders laufruhigen, wassergekühlten Dieselmotor. Im Fahrbetrieb fiel insbesondere die lastabhängige Bremse auf, die bei ungeübten Fahrern teils überraschend verzögerte und dann heftig zupackte – ein typisches Büssing-Merkmal. Wagen 6499 wurde ausschließlich auf den Linien 51 und 52 (später 111 und 112) eingesetzt und bereits 1970 ausgemustert. Danach gelangte er zur Verden-Walsroder Eisenbahn GmbH, wo er weitere 10 Jahre bis 1980 gut gewartet weitergenutzt wurde.
Unser Museumsbus
Der HOV übernahm das Fahrzeug 1980. Eine vollständige Restaurierung steht noch aus, da sich der Bus in einem insgesamt guten Zustand befindet. Dennoch sind eine Motorüberholung, die Konservierung des Unterbodens und eine professionelle Neulackierung für die Zukunft vorgesehen.
Die Restaurierung des Wagen 6499 wurde durchgeführt im Jahre 1980 mit dem Wiedereinbau der automatischen Brose-Fahrtzielbandanlage und der Aufarbeitung und Neulackierung des unteren, roten Karosseriebereichs.
Bei den Arbeiten handelte es sich nicht um eine zulassungsfähige Komplettrestaurierung, sondern um eine optische und funktionelle Wiederherstellung als museales Ausstellungsfahrzeug.