Technische Daten
- Fahrgestell und Aufbau: Mercedes-Benz
- Motortyp: OM 407h, geräuschgekapselt
- Leistung: 240 PS
- Höchstgeschwindigkeit: 86 km/h
- Getriebe: Dreigang-Automatikgetriebe
- Sitz- / Stehplätze: 61 / 103
- Stehplatzfläche: 5,4 m²
- Stehplatzfläche je Person: 0,1 m²
- Fahrzeuglänge: 18,55 m
- Eigengewicht: 9.700 kg
Historie & Besonderheiten
Wagen 7211 gehört zur zweiten Serie der Daimler-Benz O 305 G-Gelenkbusse, die 1982 in Dienst gestellt wurden. Diese 40 Fahrzeuge (7201–7240) wurden für die stark frequentierten Linien 105, 108 und 164 beschafft und waren als Sparversion für Köln gebaut worden. Sie verfügten über braunes Kunstlederpolster, holzgemaserte Seitenwandverkleidungen, keine Geräuschkapselung des Motors, keine Schallschluckdecken, keine Nebelscheinwerfer und keine Lenkradverstellung. Die Gelenkbusse basierten auf dem von den Hamburger Fahrzeugwerkstätten Falkenried entwickelten Prototyp von 1975 mit der innovativen Knickwinkelsteuerung, die das Überknicken des Gelenks verhindert und so eine sichere Manövrierfähigkeit ermöglicht.
Unser Museumsbus
Wagen 7211 wurde nach der HHA-Ausmusterung 1993 zusammen mit 2/3 der Serie in Mainz für den Export nach Sofia in Bulgarien generalsaniert, gelangte dort aber aus unbekannten Gründen nie hin. 1993 ging er zunächst nach Nordhausen, wurde später dann als Schulbus bei den Kreisverkehrsbetrieben Osterode eingesetzt und ging nach dem Konkurs dieses Unternehmens 2008 zusammen mit allen anderen Bussen an einen Schrotthändler. Im Februar 2009 wurde der Bus vom HOV zurückgekauft und nach Hamburg überführt. Dieser Bus repräsentiert eine wichtige Entwicklung der Gelenkbus-Technik und ist heute eines der wenigen erhaltenen Exemplare der ersten Schubgelenkbus-Generation.