Technische Daten
- Fahrgestell & Aufbau: Magirus-Deutz
- Motortyp: F6L 714
- Leistung: 125 PS
- Höchstgeschwindigkeit: 75 km/h
- Getriebe: Viergang-Schaltgetriebe
- Sitz- / Stehplätze: 33 / 57
- Stehplatzfläche: 5,71 m²
- Stehplatzfläche je Person: 0,1 m²
- Fahrzeuglänge: 10,10 m
- Eigengewicht: 6.895 kg
Historie & Besonderheiten
Wagen 7450 stammt aus der 5. Serie des Saturn II „Typ Hamburg“, die zur Ablösung der ersten Serien von 1958/59 beschafft wurde. Die Busse erhielten erstmals Lautsprecheranlagen und Funkgeräte zur Verbindung mit der Leitstelle Wandsbek-Markt, weswegen die gesamte Serie dem Betriebshof Wendemuthstraße in Wandsbek zugewiesen wuerde. Die Sitzplatzanordnung wurde für einen besseren Kinderwagentransport geändert. Gegenüber der Mitteltür wurden vier Doppelsitze durch Einzelsitze und auf der Türseite fünf bisherige Einzelsitze durch Doppelsitze ersetzt. So konnten Kinderwagen besser transportiert werden, da sie nicht mehr den Mittelgang versperrten. Als zusätzliche Einstiegshilfe für Kinderwagen war der Haarnadelteiler der Ausstiegstür fortan nicht mehr mittig, sondern seitlich versetzt angeordnet. Die Farbe der Kunstlederpolster und Sitzlehnen-Rückwände war nun nicht mehr abwechselnd rot und grün, sondern rot und blau mit schwarzem Strichmuster.
Unser Museumsbus
Nach Ausmusterung 1970 wurde der Bus 7450 kurz abgestellt, war aber bis 1971 noch einmal im Einsatz. 1987 wurde er als Rennleitungs-Unterkunft am Aue-Ring in Trittau entdeckt und nach Fredesdorf überführt. Die Inneneinrichtung wurde 1987 von ausgemusterten HHA-Bussen aus Wien beschafft, die Innenraumrestaurierung 2025 abgeschlossen.
Wagen 7450 repräsentiert die typische Ausstattung der Saturn II-Busse von 1964–67 und unterscheidet sich in Details wie der mittleren Deckenhöhe und der Bestuhlung von älteren Modellen der Baujahre 1959-1963, wie Museumsbus 6799.
Die Restaurierung des Wagens 7450 begann im Jahre 1987 mit der Sicherstellung einer kompletten Bestuhlung aus mehreren anderen Omnibussen aus derselben HHA-Serie, die beim Verkehrsbetrieb Dr. Richard in Wien zur Verschrottung anstanden.
In 1997 erfolgte dann die Instandsetzung der eingedrückten Fahrzeugfront-Trägerkonstruktion einschließlich einer Erneuerung der kompletten Frontmaske und der Erneuerung der Motorhaube, 1998 wurde dann der untere, rote Karosseriebereich instandgesetzt und neu lackiert. 1999 musste der Kraftstofftank durch einen einzelangefertigten Nachbau ersetzt werden. In 2002 wurde die Bremsanlage instandgesetzt, dabei die sechs Radbremszylinder und der Hauptbremszylinder grundüberholt sowie alle Bremshydraulikrohre erneuert.
Von 2020 bis 2025 erfolgte die Aufarbeitung mit Neulackierung der gesamten Fahrzeugkarosserie innen und außen mit der Zielsetzung: „Wiederherstellung des letzten Betriebszustands bis zur Außerdienststellung des Wagens 7450 bei der HHA im Jahre 1972“ Dabei handelte es sich nicht um eine zulassungsfähige Komplettrestaurierung, sondern um eine optische und funktionelle Wiederherstellung als museales Ausstellungsfahrzeug.
Im Jahre 2024 diente der Wagen 7450 als optische Vorlage für die äußere Gestaltung des Retro-Designs des fabrikneuen eCitaro Wagen 2425.